Welches Quell- und Zielsystem wähle ich?
Bei einer üblichen DHDN-Punktliste ist das Quellsystem Gauß-Krüger Zone 2, 3, 4 oder 5. Die erste Stelle eines vollständigen GK-Rechtswerts gibt einen Hinweis auf den Streifen. Maßgeblich bleiben die Angaben zur ursprünglichen Messung oder Datei.
| System in KoordiConvert | EPSG | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gauß-Krüger Zone 2 | 31466 | DHDN, Mittelmeridian 6° |
| Gauß-Krüger Zone 3 | 31467 | DHDN, Mittelmeridian 9° |
| Gauß-Krüger Zone 4 | 31468 | DHDN, Mittelmeridian 12° |
| Gauß-Krüger Zone 5 | 31469 | DHDN, Mittelmeridian 15° |
| UTM Zone 32N (ETRS89) | 25832 | Ostwert ohne Zonenpräfix |
| UTM Zone 33N (ETRS89) | 25833 | Ostwert ohne Zonenpräfix |
Für Sachsen mit RD/83 und Thüringen mit PD/83 gibt es eigene GK-Einträge. Diese historischen Bezüge dürfen nicht mit DHDN gleichgesetzt werden. UTM mit vorangestellter Zonenkennziffer ist separat auswählbar, etwa 32693397,328 statt 693397,328 in Zone 32.
So rechnen Sie Ihre Punkte um
- Umrechnung öffnen und einen Punkt eingeben oder CSV, TXT, XLS, XLSX beziehungsweise DXF hochladen.
- Bei Tabellen Punktnummer, Rechtswert/Ostwert, Hochwert/Nordwert und gegebenenfalls Höhe zuordnen.
- Das tatsächliche Quellsystem und das vom Auftraggeber verlangte Zielsystem wählen.
- Die Gitterauswahl auf „Automatisch“ belassen. KoordiConvert ermittelt das passende verfügbare Modell pro Punkt.
- Umrechnen, Modell und Status im Ergebnis ansehen und die benötigte Datei herunterladen.
Für die Rückrichtung wird die UTM-Datei zur Quelle und das passende GK-System zum Ziel. Vorhandene Höhen bleiben ohne eingeschaltete Höhenoperation unverändert.
Eine GK4-Datei mit bekannten Sollwerten nachrechnen
Für einen nachvollziehbaren Probelauf stehen eine GK4-Punktliste und die separat berechnete UTM32-Sollausgabe bereit. Wählen Sie als Quelle Gauß-Krüger Zone 4 und als Ziel UTM Zone 32N (ETRS89), jeweils passend zur beschriebenen Datei.
Die Punkte liegen in Bayern und werden mit originalem BY-KanU umgerechnet. Den vollständigen Zahlenvergleich und die Erläuterung dieses Regionalmodells finden Sie im Bayern-Beispiel. Bei eigenen Punkten richten sich Zone und Modell nach deren tatsächlichem Bezug und Lage.
Warum das Transformationsgitter den Unterschied macht
Der Wechsel von Gauß-Krüger nach UTM umfasst bei historischen deutschen Punktdaten auch einen Wechsel des geodätischen Datums. Regionale NTv2-Modelle berücksichtigen örtliche Verzerrungen der alten Netze. Eine allgemeine Parametertransformation bildet diese örtlichen Unterschiede nicht auf dieselbe Weise ab.
KoordiConvert enthält unter anderem originales BY-KanU für Bayern, BWTA2017 für Baden-Württemberg und HeTA2010 für Hessen. BeTA2007 ergänzt die bundesweite DHDN-Abdeckung. Welches Modell für einen konkreten Punkt eingesetzt wurde, steht im Ergebnis und im Export. Die vollständige Zuordnung finden Sie in der Gitterübersicht.
Häufige Fragen zu GK und UTM
Kann ich einfach die führende 4 entfernen?
Nein. Die Streifenkennziffer ist nur ein Teil der Darstellung. GK und UTM unterscheiden sich außerdem in Abbildungsparametern und bei historischen Daten im geodätischen Bezug.
Warum liegen meine Ergebnisse viele Kilometer daneben?
Prüfen Sie zuerst Quellsystem, GK-Streifen, UTM-Zone, Zonenpräfix sowie die Zuordnung von Rechtswert und Hochwert. Eine plausible Zahl allein belegt das Koordinatensystem nicht.
Wie genau wird die Umrechnung?
Das hängt von Ausgangsdaten und gewähltem Modell ab. Der Prüfnachweis zeigt zusätzlich, wie eng KoordiConvert mit einer unabhängigen Referenzrechnung übereinstimmt.
Quellen und weiterführende Nachweise
Inhaltlich verantwortlich: KoordiConvert · Stand 03.11.2026 · Redaktion und Prüfmethode