Offene Rechenbeispiele und Methodik

Ergebnisse nachvollziehen: Punkte, Modelle und Sollwerte

Hier sehen Sie konkrete Zahlen und können die zugehörigen Daten herunterladen. Die Beispiele prüfen die Rechenkette gegen unabhängig mit PROJ berechnete Originalgitter-Referenzen. Sie sind synthetisch und ersetzen keine Vermessungs- oder Katasterkontrollpunkte Ihres Projekts.

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Ein offenes Paket für alle zwölf horizontalen Modelle

Das Paket enthält 24 horizontale Fälle aus 12 Modellen sowie drei Höhenfälle. Pro horizontalem Fall stehen Quellwerte, geografische Zwischenwerte, Sollwerte für UTM32 und UTM33, Modellkennung, EPSG-Codes, Toleranz und Herkunft im JSON. Alle Zahlen sind mit der gespeicherten vollen Präzision enthalten.

Zum direkten Ausprobieren: Verwenden Sie eine der getrennten Eingabedateien unten und stellen Sie das genannte Quell-CRS sowie das Modell ausdrücklich ein. Ziel ist jeweils UTM32 (EPSG:25832), ohne Höhenkorrektur. Die Gesamtübersicht enthält unterschiedliche CRS und Modelle und ist kein einzelner Importauftrag.

ModellQuell-CRSEingabe, 2 PunkteSollwerte UTM32
BeTA2007EPSG:31468CSV ladenCSV laden
BY-KanUEPSG:31468CSV ladenCSV laden
BWTA2017EPSG:31468CSV ladenCSV laden
HeTA2010EPSG:31468CSV ladenCSV laden
SeTa2016EPSG:31468CSV ladenCSV laden
NTv2_SNEPSG:3398CSV ladenCSV laden
NTv2gridTHEPSG:3397CSV ladenCSV laden
NTv2berlin20130508EPSG:31468CSV ladenCSV laden
HBTa2010EPSG:31468CSV ladenCSV laden
NTv2-HHEPSG:31468CSV ladenCSV laden
NW_GC1501EPSG:31468CSV ladenCSV laden
SH2016AEPSG:31468CSV ladenCSV laden

Die Originalgitter werden in diesem Paket nicht weiterverteilt. Für weitere Dateiimporte gibt es zusätzlich Beispieldateien für CSV, XLSX und DXF.

Ein konkreter Bayern-Punkt: GK4 nach UTM32

Der synthetische Punkt P001 ist mit DHDN/GK4 (EPSG:31468) beschrieben. Ziel ist ETRS89/UTM32 (EPSG:25832), Modell ist das vollständige Original BY-KanU. Die folgenden Sollwerte stammen aus der unabhängig berechneten PROJ-Referenz; für die Tabelle sind sie auf sechs Nachkommastellen gerundet.

KomponenteEingabe GK4Sollwert UTM32
x / Rechts- beziehungsweise Ostwert, m4.470.142,719846693.397,328270
y / Hoch- beziehungsweise Nordwert, m5.329.099,7949845.330.596,901408
z ohne Höhenkorrektur, m123,456123,456

Für eine unabhängige Kontrolle stellen Sie dasselbe Quell- und Ziel-CRS sowie ausdrücklich BY-KanU ein. Prüfen Sie nicht nur die sichtbaren gerundeten Zahlen: Das JSON enthält die volle Präzision. Die Höhenkomponente bleibt bei dieser reinen Lageumrechnung unverändert.

Eigene Analyse: BY-KanU und BeTA2007 am selben Punkt

Drei synthetische Punkte im Raum München wurden mit identischer DHDN/GK4-Eingabe nach UTM32 gerechnet. Nur das Modell wurde gewechselt: einmal das vollständige Original BY-KanU, einmal BeTA2007. Die Tabelle zeigt jeweils BY-KanU minus BeTA2007; positive Ostabweichung bedeutet ein größeres BY-KanU-Ostwert-Ergebnis.

PunktΔ Ost, mmΔ Nord, mmHorizontaler Abstand, mmAUTO wählt
P00129,180-22,44336,813BY-KanU
P00235,456-9,36136,671BY-KanU
P00316,151-45,83648,598BY-KanU

Ergebnis: In diesen drei Fällen ändert allein die Modellwahl die Lage um rund 37 bis 49 mm. Das ist ein reproduzierbarer Unterschied zwischen zwei Rechenmodellen. Es ist weder ein gemessener Fehler gegenüber der Realität noch eine Aussage, dass derselbe Abstand überall in Bayern gilt. Die kleine, örtlich begrenzte Stichprobe erlaubt keine landesweite Statistik.

Für einen historischen BY-KanU-Bestand ist eine BeTA2007-Rechnung deshalb kein identischer Ersatz. Um eine fachliche Überlegenheit oder heutige Katasterübereinstimmung zu beurteilen, wären zusätzliche unabhängige Kontrollpunkte erforderlich. Eingaben, beide Ergebnisse und ungerundete Differenzen stehen im Referenzpaket.

Eigene Analyse: Zonenkennziffer und vertauschte Achsen

Am selben P001 wurde nur die Zielkoordinatendarstellung gewechselt: UTM32 (EPSG:25832) gegenüber UTM32 mit Zonenkennziffer (EPSG:4647). Der Ostwert wächst exakt um 32000000 m, der Nordwert bleibt gleich.

Zielx / Ostwert, my / Nordwert, m
UTM32 · EPSG:25832693.397,3282715.330.596,901409
UTM32 mit Zonenkennziffer · EPSG:464732.693.397,3282715.330.596,901409

Im zweiten Versuch wurden ausschließlich die beiden GK4-Eingabespalten vertauscht. Die Anwendung weist diesen konkreten Fall als Fehler zurück, statt ein gültiges Bayern-Ergebnis zu melden. Daraus folgt nicht, dass jede denkbare Achsenverwechslung sicher erkannt wird: Manche falschen Zahlenpaare können in einem plausiblen Bereich liegen. Prüfen Sie deshalb die Spaltenzuordnung und einen bekannten Punkt.

GCG2016: eine Höhenkorrektur mit offenem Sollwert

Ein synthetischer ETRS89-Ort bei 11,58495000000002° Ost und 48,122533333000035° Nord besitzt im unabhängigen Originalraster eine Höhenanomalie ζ = 45,65596785236176 m. Für die angenommene ellipsoidische Höhe h = 600 m folgt:

H = 600 m − 45,65596785236176 m = 554,3440321476382 m.

Die Gegenrichtung addiert dieselbe Höhenanomalie und führt wieder zu h = 600 m. Beide Richtungen wurden mit der aktuellen Höhenfunktion geprüft. Das Ergebnis ist eine Normalhöhe im DHHN2016; es ist kein Beleg für die Genauigkeit eines beliebigen GNSS-Höhenwerts oder eines lokalen Höhensystems.

Was unabhängig geprüft wurde – und was daraus folgt

  1. Referenzbildung: Die Sollwerte wurden in einem separaten Lauf mit PROJ 9.8.1 und unveränderten Originalgittern erzeugt. Für BY-KanU wurden Kontrollwerte unmittelbar aus Original-NTv2-Datensätzen gelesen; die Referenz stammt nicht aus den Produktkacheln.
  2. Aktuelle Wiederholung: Am 03.11.2026 wurden die gespeicherten Sollwerte erneut mit der aktuellen KoordiConvert-Rechenkette verglichen: direkte Gitterinterpolation vorwärts und rückwärts sowie vollständige Lageumrechnung nach UTM32 und UTM33 in beiden Richtungen. Die exakten Indexdateien werden vor dem Einlesen mit den Laufzeit-Prüfsummen abgeglichen.
  3. Zusatzprüfungen: Drei GCG2016-Fälle in beiden Höhenrichtungen, die bayerische AUTO-Auswahl, der Präfixwechsel und der konkrete Achsenfehler ergänzen die Rechenvergleiche.

179 Prüfungen bestanden. Die größte numerische Abweichung dieser kleinen öffentlichen Auswahl beträgt 0,005089 mm bei einer Vergleichstoleranz von 1 mm. PROJ wurde bei dieser Wiederholung nicht neu ausgeführt; verwendet wurden die unabhängig erzeugten, festgehaltenen Referenzwerte. Der größere veröffentlichte numerische Prüfnachweis umfasst zusätzlich Flächenraster, Kachelränder und ungültige Bereiche.

Eine numerische Übereinstimmung ist keine Gesamtgenauigkeit. Sie zeigt, wie gut diese Implementierung denselben Modellstand reproduziert. Ungeprüft bleiben damit unter anderem die Richtigkeit des vom Nutzer angegebenen CRS, Messfehler, lokale Netzspannungen außerhalb des Modells und die Übereinstimmung eines historischen Modells mit heutigen amtlichen Koordinaten.

So prüfen Sie eine Umrechnung Ihres Projekts

  1. Wählen Sie zunächst einen Referenzfall und übernehmen Sie CRS, Achsenfolge und Modell exakt. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der angegebenen Toleranz.
  2. Prüfen Sie anschließend eigene Punkte mit unabhängig bekanntem Sollwert. Verteilen Sie diese über das Arbeitsgebiet, bei Grenzfällen auch nahe der Modell- und Gebietsgrenze.
  3. Dokumentieren Sie Lage- und Höhenbezug getrennt. Vergleichen Sie dieselbe Höhenart und dieselbe UTM-Präfixkonvention.
  4. Halten Sie Modellkennung und Laufzeitstand zusammen mit dem Export fest. Ein erfolgreicher Rückweg allein beweist nicht, dass das Quell-CRS richtig gewählt war: Auch eine falsche, aber konsistent invertierte Operation kann zurückführen.

Bei auffälligen Abweichungen hilft das CRS-Verzeichnis bei der Zuordnung; das Modellregister erklärt die Grenzen des jeweiligen Gitters.

Quellen und weiterführende Nachweise

Inhaltlich verantwortlich: KoordiConvert · Stand 03.11.2026 · Redaktion und Prüfmethode

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