Eine Zeile im maschinenlesbaren Nachweis lesen
Die Ergebnistabelle ist der schnelle Überblick. Wer die Zahlen weiter auswerten möchte, findet in pruefnachweis.json für die meisten Modelle getrennte Werte für Engine- und Serviceprüfung:
| JSON-Feld | Bedeutung |
|---|---|
referencePositions | Prüfpositionen des jeweiligen Modells |
engineComparisons | Vergleiche auf Ebene der Gitterberechnung |
serviceComparisons | Vergleiche vollständiger Koordinatenumrechnungen |
maxEngineDifferenceMeters / maxServiceDifferenceMeters | Größte jeweilige Referenzdifferenz in Metern |
failures / integrity | Fehlgeschlagene Vergleiche und dokumentierter Integritätsstatus |
BY-KanU steht im eigenen Abschnitt byKanu mit den Produktvergleichen. Eine Prüfposition kann in mehreren Vergleichen vorkommen. Positionen und Vergleiche dürfen deshalb nicht als zwei gleichartige Punktzahlen addiert werden.
Warum eine erfolgreiche Rückrechnung allein nicht genügt
Ein Punkt wird vorwärts umgerechnet und anschließend wieder zurück. Kommt sein Ausgangswert heraus, zeigt das zunächst, dass Hin- und Rückweg zueinander passen. Es beweist noch nicht, dass beide Wege fachlich korrekt sind: Zueinander passende Fehler könnten sich aufheben.
Der KoordiConvert-Nachweis verwendet deshalb separat mit PROJ 9.8.1 und den Originalgittern berechnete Sollwerte. Die Softwareausgabe wird mit diesen Werten verglichen. Zusätzlich enthält der Nachweis öffentlich dokumentierte AdV-Rechenbeispiele. Es handelt sich um dokumentierte Prüfungen der Produktentwicklung mit einem getrennten Referenzrechenweg, nicht um eine externe Zertifizierung. Den gesamten Prüfumfang und die Resultate stellt die Nachweisseite zusammen.
Rechengenauigkeit, Modellgenauigkeit und Messgenauigkeit
Die Rechenübereinstimmung beantwortet: Liefert die Software dieselben Koordinaten wie die separat berechnete Referenz mit demselben Gitter? Die Modellgenauigkeit beantwortet: Wie gut beschreibt das Gitter den Übergang zwischen den geodätischen Bezügen? Die Qualität der Ausgangsdaten hängt von der ursprünglichen Messung und Projektbearbeitung ab.
Eine numerisch sehr gut passende Transformation macht aus einer ungenauen Aufnahme keinen Millimeterpunkt. Ebenso bleibt der fachliche Geltungsbereich eines Modells bestehen. BeTA2007 ist laut AdV-Dokumentation ein bundesweiter Ansatz im Submeterbereich, auch wenn die Software seine Gitterwerte numerisch wesentlich genauer reproduziert.
Für die Praxis folgen daraus zwei Prüfungen: Zunächst müssen System und Modell zum Projekt passen. Danach wird geprüft, ob die Software den gewählten Weg korrekt berechnet. Der KoordiConvert-Nachweis belegt diese zweite Ebene für den dokumentierten Bestand.
Rundung und Rechendifferenz nicht verwechseln
Für einen aussagekräftigen Vergleich werden identische Eingangszahlen und derselbe Modellweg verwendet. Vergleichen Sie nach Möglichkeit die ungerundeten Dateien. Eine am Bildschirm auf Millimeter gekürzte Koordinate kann bereits durch ihre Darstellung von der längeren Sollzahl abweichen.
Beim Bayern-Beispiel wird etwa der Ostwert 693397,328270… als 693397,328 angezeigt. Dieser reine Rundungseffekt ist größer als die für diesen Punkt festgestellte Rechendifferenz. Er ist kein Hinweis auf ein anderes Transformationsmodell.
Die Eingabedatei und die Sollausgabe enthalten die dafür nötigen ungerundeten Werte. Werden Unterschiede festgestellt, sollten zuerst Daten, Darstellung und Modell übereinstimmen. Die Bayern-Anleitung beschreibt den dazugehörigen Produktablauf.
Quellen und weiterführende Nachweise
Inhaltlich verantwortlich: KoordiConvert · Stand 03.11.2026 · Redaktion und Prüfmethode