Ein Punkt, zwei UTM32-Darstellungen
| Darstellung | Ostwert E in Metern | Nordwert N in Metern | Auswahl in KoordiConvert |
|---|---|---|---|
| UTM32 ohne Präfix | 693397,328270 | 5330596,901408 | UTM Zone 32N (ETRS89) |
| UTM32 mit Präfix | 32693397,328270 | 5330596,901408 | UTM Zone 32N mit Zonenkennziffer (zE-N) |
Im Beispiel wird zum kurzen Ostwert 32 000 000 m addiert. Der Nordwert bleibt gleich. Diese reine Darstellungsänderung verschiebt den Punkt nicht und erfordert keinen regionalen Datumswechsel. Als kurze ETRS89/UTM32-Definition verwendet KoordiConvert EPSG:25832; die integrierte lange Definition ist EPSG:4647.
Die UTM32-Beispieldatei verwendet kurze Ostwerte. Das lässt sich vor dem Import bereits an der Kopfzeile und den Zahlen erkennen.
Präfix ändern und Zone wechseln sind verschiedene Aufgaben
Von UTM32 kurz nach UTM32 lang zu wechseln betrifft die Zahlendarstellung. Von UTM32 nach UTM33 zu wechseln betrifft die Projektion. Dabei ändern sich Ostwert und in der Regel auch Nordwert. Das Präfix 32 einfach durch 33 zu ersetzen, ist deshalb keine gültige Zonenumrechnung.
Auch eine Schreibweise wie 32U 693397 5330597 ist zu unterscheiden: 32 ist die Zone, U ein Breitenband. Beides gehört bei dieser Schreibweise außerhalb des numerischen Ostwerts zur Ortsangabe. Eine separate Bandangabe wird nicht als Nachkommastelle oder als Bestandteil des Nordwerts importiert.
Für eine Datei mit langen Werten wählen Sie das lange Quellsystem und das gewünschte Ziel. Entfernen Sie das Präfix nicht zusätzlich von Hand, wenn die Software bereits mit der langen Definition rechnet.
Typische Fehler beim Import
- Langer Ostwert, kurzes Quellsystem: Der Wert liegt für die gewählte Darstellung außerhalb des erwarteten Bereichs. Die Quelldefinition muss zum gespeicherten Zahlenwert passen.
- Kurzer Ostwert, langes Quellsystem: Die Zonenkennziffer fehlt. Wählen Sie die kurze Variante.
- Komplette Ortsangabe in einer Zahlenzelle:
32U 693397ist keine reine Zahl. Zone und Band gehören in die Systembeschreibung, der Ostwert in seine eigene Spalte. - „X“ ungeprüft als Ostwert übernommen: CAD-, GIS- und Vermessungsprogramme können Achsen unterschiedlich benennen. Ordnen Sie nach Bedeutung zu.
Die Ziffernfolge ist eine Plausibilitätsprüfung, kein vollständiger Nachweis des Bezugssystems. Ein langer Wert mit 32 sagt beispielsweise noch nicht, wie die Quelldatei entstanden ist. Projektbeschreibung, Exportkonfiguration und ein bekannter Punkt liefern die entscheidende Bestätigung.
So wählen Sie das richtige System
- In der Quelldatei prüfen, ob die Zone separat angegeben oder in den Ostwert eingebaut ist.
- ETRS89 und die gewünschte UTM-Zone aus den Projektunterlagen übernehmen.
- Im Rechner die passende kurze oder lange Variante auswählen.
- Nach der Umrechnung einen bekannten Punkt und die erste Ergebniszeile prüfen.
Wenn die gesamte Systemangabe fehlt, hilft der Beitrag GK4 oder UTM32 erkennen beim Eingrenzen. Für den Datumswechsel aus Gauß-Krüger lesen Sie GK ↔ UTM umrechnen.
Quellen und weiterführende Nachweise
Inhaltlich verantwortlich: KoordiConvert · Stand 03.11.2026 · Redaktion und Prüfmethode